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Fragen und Antworten

Saatgutarten

ApeX Saatgut
Insbesondere bei vielen Stauden, wie z. B. Lavandula, ist die Keimruhe (Dormanz) in den Samen sehr ausgeprägt. Was aus Sicht der Natur ein Überlebensvorteil ist (Überdauerung der Art bei ungünstigen Umweltbedingungen), ist in der modernen Jungpflanzenproduktion eher unerwünscht. Durch Kombination mechanischer und physiologischer Verfahren wird die Keimruhe abgebrochen (Dormanzbrechung). Optimale Lagerung: 6 Monate bei 5 °C.
(Quelle : Benary Samenzucht GmbH)
Gecoated Saatgut
Manche Samenarten sind sehr flach oder unregelmäßig geformt, was die Einzelkornablage erschwert. Hier hilft eine Beschichtung des Saatguts - das sogenannte Coating - die die Form des Saatguts runder und glatter macht. Die Särke der Beschichtung orientiert sich am Einsatzzweck.
Um eine bessere Säbarkeit zu erzielen werden eher dickere Beschichtungen verwendet. Man spricht dann auch von Inkrustierungen.
Zur besseren Ablagekontrolle werden eher dünnere Schichten aufgebracht.
(Quelle : Benary Samenzucht GmbH)
Multipillen Saatgut
Multipillen sind eine Sonderform der Pillierung. Während in der normalen Pille exakt ein Samenkorn je Pille enthalten ist, ist es bei manchen Pflanzenarten sinnvoll, mehrere Körner in einer Pille unterzubringen. Multipillen eignen sich z.B. bei Lobelia erinus oder auch Portulaca, um einen Pflanzenbusch (Tuff) zu erhalten.
(Quelle : Benary Samenzucht GmbH)
Pilliertes Saatgut
Manches Saatgut ist so klein, dass bei der Verwendung von Rohsaat keine maschinelle Einzelkornaussaat möglich ist. Für eine bessere und gleichmäßigere Einzelkornablage wird die Rohsaat beschichtet, was zum Aufbau einer Pille führt, die ca. 5 bis 20 mal dicker ist als der enthaltene Samen. Mit einer solchen Pille kann die Plug - Produktion von extrem kleinsamigen Arten mit Einzel- oder Doppelkornaussaat erfolgen.
(Quelle : Benary Samenzucht GmbH)
Geprimtes Saatgut
Bei diesem Verfahren wird das Saatgut bis zu einem bestimmten physiologischen Entwicklungszustand angekeimt, dann wieder zurück getrocknet und wieder gelagert. Geprimte Saat zeigt nicht nur ein beschleunigtes, sondern auch ein uniformeres Keimverhalten. Die größere Uniformität bleibt in der Regel bis ins  fortgeschrittene Jungpflanzenstadium erhalten. Der Vorteil dieser schnelleren Entwicklung: der Jungpflanzenbetrieb kann seine  Gewächshausfläche durch eine größere Anzahl von produzierten Jungpflanzensätzen besser nutzen. Optimale Lagerung: 6 Monate bei 5 °C.
(Quelle : Benary Samenzucht GmbH)

Resistenzen

Resistenzen bei den Gemüsesorten
Resistenzen geben die Widerstandskraft einer Sorte gegenüber Schädlingen und Pilzkrankheiten an. Sie sind ein Indiz für die Wertigkeit einer Sorte und haben einen großen Anteil an einem erfolgreichen Kulturverlauf.

Kürzel für Resistenzen im Gemüsebau
ToMV = Tomatenmosaikvirus - Tomato mosaic virus
Ff (ex Cf) = Samtfleckenkrankheit - Fulvia fulva
Fol = Fusariumwelke - Fusarium oxysporum f.sp. lycopersici
For = Fusariumwelke - Fusarium oxysporum f.sp.radicis-lycopersici
On = Echter Mehltau - Oidium neolycopersici
Va = Verticilliumwelke - Verticillium albo-atrum
Vd = Verticilliumwelke - Verticillium dahliae
Ma = Nematoden - Meloidogyne arenaria
Mi = Nematoden - Meloidogyne incognita
Mj = Nematoden - Meloidogyne javanica
Bl = Falscher Mehltau 
LMV = Salat Mosaik Virus
Nr = Salatblattlaus
Pb = Salatwurzellaus
Ss = Korkwurzelkrankheit

Resistenzstufen
HR = Hohe Resistenz
IR = Intermediate Resistenz
T = Tolerant